
Betriebssicherheitsverordnung
Wir erstellen Betreiber-Gefährdungsbeurteilungen nach BetrSichV für Arbeitsmittel und leiten daraus ein praxistaugliches Prüfkonzept ab: Prüfart, Prüfumfang, Prüffristen, Verantwortlichkeiten und Dokumentation. Ziel ist eine nachvollziehbare, audit- und behördenfeste Umsetzung.
Was regelt die Betriebssicherheitsverordnung?
Die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) regelt, wie Arbeitgeber Arbeitsmittel sicher bereitstellen und verwenden. Arbeitsmittel sind nach § 2 Werkzeuge, Geräte, Maschinen oder Anlagen, die für die Arbeit verwendet werden, sowie überwachungsbedürftige Anlagen. Die Verordnung richtet sich an den Betreiber, nicht an den Hersteller. Konkretisiert wird sie durch die Technischen Regeln für Betriebssicherheit (TRBS).
| Teil | Inhalt |
|---|---|
| §§ 1 und 2 | Anwendungsbereich und Begriffe, etwa Arbeitsmittel, Prüfung, prüfpflichtige Änderung, Stand der Technik |
| § 3 | Gefährdungsbeurteilung |
| §§ 4 bis 13 | Grundpflichten, Anforderungen an Arbeitsmittel, Schutzmaßnahmen, Instandhaltung und Änderung, Unterweisung |
| § 14 | Prüfung von Arbeitsmitteln |
| §§ 15 bis 18 | Zusätzliche Vorschriften für überwachungsbedürftige Anlagen, Erlaubnispflicht |
| Anhang 1 | Besondere Vorschriften für bestimmte Arbeitsmittel |
| Anhang 2 | Prüfvorschriften für überwachungsbedürftige Anlagen: Aufzüge, Explosionsgefährdungen, Druckanlagen |
| Anhang 3 | Prüfvorschriften für bestimmte Arbeitsmittel, etwa Krane |
Gefährdungsbeurteilung nach § 3 BetrSichV
Vor der Verwendung eines Arbeitsmittels muss der Arbeitgeber die Gefährdungen beurteilen und daraus die Schutzmaßnahmen ableiten. Das gilt ausdrücklich auch für Maschinen mit CE-Kennzeichnung. Einzubeziehen sind die Gefährdungen durch das Arbeitsmittel selbst, durch die Arbeitsumgebung und durch die Arbeitsgegenstände.
- Die Beurteilung soll schon vor Auswahl und Beschaffung des Arbeitsmittels beginnen.
- Sie darf nur von fachkundigen Personen durchgeführt werden. Fehlt dem Arbeitgeber die Fachkunde, muss er sich fachkundig beraten lassen.
- In der Gefährdungsbeurteilung legt der Arbeitgeber auch Art, Umfang und Fristen der Prüfungen fest.
- Sie ist regelmäßig zu überprüfen und zu dokumentieren.
Wie man dabei vorgeht, beschreibt die TRBS 1111 „Gefährdungsbeurteilung“.
Prüfung von Arbeitsmitteln nach § 14 BetrSichV
Prüfung bedeutet nach § 2: den Istzustand ermitteln, mit dem Sollzustand vergleichen und die Abweichung bewerten. § 14 unterscheidet vier Anlässe, jeweils durch eine zur Prüfung befähigte Person:
Vor der erstmaligen Verwendung
Für Arbeitsmittel, deren Sicherheit von den Montagebedingungen abhängt, und vor jeder Inbetriebnahme nach einer Montage. Was im Konformitätsbewertungsverfahren schon geprüft und dokumentiert wurde, muss nicht erneut geprüft werden.
Wiederkehrend
Für Arbeitsmittel, die schädigenden Einflüssen ausgesetzt sind, in den Fristen, die der Arbeitgeber in der Gefährdungsbeurteilung festgelegt hat.
Nach prüfpflichtigen Änderungen
Vor der nächsten Verwendung. Prüfpflichtig ist jede Änderung, die die Sicherheit beeinflusst, auch eine Instandsetzung.
Außerordentlich
Nach außergewöhnlichen Ereignissen wie Unfällen, längerer Nichtverwendung oder Naturereignissen, vor der weiteren Verwendung.
Einzelheiten zu Prüfungen und Kontrollen regelt die TRBS 1201. Für Krane und andere Arbeitsmittel aus Anhang 3 und für überwachungsbedürftige Anlagen nach Anhang 2 gelten zusätzliche Vorgaben und Höchstfristen. Bei neuen Maschinen hilft eine sicherheitstechnische Abnahme als Grundlage für die erste Prüfung.
Zur Prüfung befähigte Person
Zur Prüfung befähigt ist nach § 2, wer durch Berufsausbildung, Berufserfahrung und zeitnahe berufliche Tätigkeit über die erforderlichen Kenntnisse zur Prüfung von Arbeitsmitteln verfügt. Für Anlagen nach Anhang 2 und Arbeitsmittel nach Anhang 3 gelten weitergehende Anforderungen. Die Anforderungen im Einzelnen beschreibt die TRBS 1203. Bestimmte Prüfungen überwachungsbedürftiger Anlagen sind Zugelassenen Überwachungsstellen (ZÜS) vorbehalten.
BetrSichV, CE-Kennzeichnung und Umbau
- Neue Maschine: Die CE-Kennzeichnung ist Sache des Herstellers, die Gefährdungsbeurteilung Sache des Betreibers. Die Betriebsanleitung des Herstellers ist eine der Informationsquellen für die Gefährdungsbeurteilung.
- Umbau: Eine Änderung kann eine prüfpflichtige Änderung nach BetrSichV sein und zugleich eine wesentliche Veränderung im Sinne des Maschinenrechts. Wie man das unterscheidet, steht unter Umbau und wesentliche Veränderung.
- Altmaschinen: Einen pauschalen Bestandsschutz gibt es nicht. Auch ältere Maschinen müssen die Anforderungen der §§ 5 bis 9 erfüllen; Schutzmaßnahmen richten sich nach dem Stand der Technik. Wir beurteilen Altmaschinen in einem Gutachten und leiten die Nachrüstung ab.
Typische Inhalte
- ✓Ermittlung von Gefährdungen im konkreten Betrieb (Ort, Nutzer, Umgebung)
- ✓Bewertung von Schutzmaßnahmen (technisch/organisatorisch/personell)
- ✓Festlegung von Prüfungen (Erstprüfung, wiederkehrend, außerordentlich)
- ✓Dokumentation, Unterweisung, Instandhaltung, Änderungsmanagement
Betriebssicherheitsverordnung
Grundlagen sind nach
BetrSichV-Abschnitt 2
Gefährdungsbeurteilung und Schutzmaßnahmen
- 3 Gefährdungsbeurteilung
(1) Der Arbeitgeber hat vor der Verwendung von Arbeitsmitteln die auftretenden Gefährdungen zu beurteilen (Gefährdungsbeurteilung) und daraus notwendige und geeignete Schutzmaßnahmen abzuleiten. Das Vorhandensein einer CE-Kennzeichnung am Arbeitsmittel entbindet nicht von der Pflicht zur Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung.


Druckgeräte
Nach BetrSichV Anhang 2 (zu den §§ 15 und 16)
Prüfvorschriften für überwachungsbedürftige Anlagen
Abschnitt 4
Druckanlagen
Umfassende Unterstützung im Rahmen der BetrSichV, als befähigte Person.
Nach der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) zählen Druckgeräte zu den überwachungsbedürftigen Anlagen. Sie müssen regelmäßig von einer zur Prüfung befähigten Person oder von einer Zugelassenen Überwachungsstelle (ZÜS) überprüft werden.
Druckgeräte
Unsere Experten unterstützen Sie hierbei, als befähigte Person, in allen Fragen rund um die BetrSichV. Von der Gefährdungsbeurteilung und der Ermittlung der Prüffristen bis hin zur Durchführung der vorgeschriebenen Prüfungen bieten wir Ihnen sämtliche Dienstleistungen aus einer Hand.
Prüfdienstleistungen umfassen:
- Prüffristenlegung
- Unterstützung bei der Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen
- Prüfung vor erstmaliger Inbetriebnahme
- Wiederkehrende Prüfungen
Explosion
Nach BetrSichV Anhang 2 (zu den §§ 15 und 16)
Prüfvorschriften für überwachungsbedürftige Anlagen
Abschnitt 3 Explosionsgefährdungen
Unsere Experten unterstützen Sie, als befähigte Person, im Explosionsschutz mit folgenden Prüfdienstleistungen:
- Gefährdungsbeurteilung
- Zoneneinteilung
- Explosionsschutzdokument
Das Begutachten von Explosionsschutzkonzepten für Arbeitsmittel und überwachungsbedürftige Anlagen bei der
- Planung von Neuanlagen
- Änderung und Erweiterung

Elektromagnetische Felder
Darüber hinaus bietet die DSS-Siegmund GmbH Messungen im Bereich elektromagnetische Felder an.
Die Grenzwerte für Menschen sind in den EMF-Empfehlungen bzw. in Normen und Gesetzen festgelegt.
- Richtlinie 2013/35/EU des Europäischen Parlaments und des Rates über Mindestvorschriften zum Schutz von Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer vor der Gefährdung durch physikalische Einwirkungen (elektromagnetische Felder). Amtsblatt der Europäischen Union L 179 vom 29. Juni 2013
- DIN EN 62311 Bewertung von elektrischen und elektronischen Einrichtungen in Bezug auf Begrenzungen der Exposition von Personen in elektromagnetischen Feldern (0 Hz – 300 GHz)
- Arbeitsschutzverordnung zu elektromagnetischen Feldern (EMFV) mit den Technischen Regeln TREMF; sie setzt die Richtlinie 2013/35/EU in deutsches Recht um und hat die frühere BGV B11 (DGUV Vorschrift 15) abgelöst
Sie dienen dem Arbeitsschutz und dem Schutz der Öffentlichkeit.
So läuft's ab
Arbeitsmittel & Einsatzbedingungen erfassen
Aufnahme von Ort, Nutzer, Umgebung (Feuchte, Ex-Bereich, Außenbereich) und Schichtbetrieb für jedes Arbeitsmittel.
Gefährdungen bewerten
Systematische Ermittlung aller Gefährdungen im Betriebszustand, auch durch Instandhaltung, Rüstvorgänge oder Änderungen.
Maßnahmen definieren
Festlegung technischer, organisatorischer und personeller Schutzmaßnahmen (TOP-Prinzip) zur Risikominderung.
Prüfkonzept ableiten
Definition von Prüfart, Prüfumfang, Prüffristen und erforderlicher Qualifikation (befähigte Person/ZÜS).
Dokumentation & Umsetzung
Erstellung der Prüfpläne, Nachweisdokumentation und Maßnahmenverfolgung (offene Punkte).
Was erhalten Sie von uns?
Gefährdungsbeurteilung BetrSichV
Strukturierte Tabellen mit Gefährdungsanalyse und Maßnahmenplan
Prüfkonzept
Übersicht der Prüffristen, Prüfarten und Verantwortlichkeiten je Arbeitsmittel
Maßnahmenliste
Priorisierte Liste offener Punkte mit Statusverfolgung
Vorlagen (optional)
Praxistaugliche Prüfprotokolle und Checklisten für Ihre interne Dokumentation
Welche Unterlagen werden benötigt?
Für eine effiziente Bearbeitung benötigen wir:
- Liste der Arbeitsmittel / Maschinen (Inventarliste, Excel ausreichend)
- Einsatzbedingungen & Umgebungsfaktoren (Feuchte, Ex-Bereich, Außenbereich, Schicht)
- Vorhandene Prüfberichte / Protokolle der letzten Prüfung
- Betriebsanleitungen / CE-Unterlagen (falls vorhanden)
- Instandhaltungspläne / Störungsstatistik (falls vorhanden)
- Organisationsdaten (Verantwortliche Personen, durchgeführte Unterweisungen)
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Haben Sie Fragen zu unseren Dienstleistungen?
Unser kompetentes Team ist für Sie da.
Wir sind Dienstleister für CE-Kennzeichnung und Beratung im Bereich Maschinen, Anlagen und Umbauten. Unsere Tätigkeit erstreckt sich über das gesamte Bundesgebiet und den angrenzenden deutschsprachigen Raum und wird durch langjährige Erfahrung im Maschinenbau und der damit verbundenen Sicherheitstechnik geprägt.
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